Fiese Tricks in den Eigentümerversammlungen – so unseriös sind manche Hausverwaltungen!

Unseriöse Verwalter nutzen verschiedene Tricks in der Eigentümerversammlung, um ihre finanziellen Interessen durchzusetzen.

Mindestens einmal im Jahr finden für die unterschiedlich großen und gut wie schlecht verwalteten Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) die ordentlichen Eigentümerversammlungen statt. Ziel dieser Veranstaltungen ist es unter anderem, Wirtschaftspläne und Abrechnungen zu besprechen und zu genehmigen, den Verwalter zu entlasten oder anstehenden Sanierungsbedarf zu diskutieren sowie Beschlüsse darüber zu fassen. Nachdem die Beschlussfähigkeit festgestellt wurde, geht es in der Regel direkt los. Zahlreiche Hausverwaltungen arbeiten gründlich und kompetent: Ihnen ist an ihrem guten Ruf gelegen, der sich in dem guten Bau- und Allgemeinzustand der betreuten Objekte widerspiegelt sowie auch in einem konstruktiven Miteinander mit allen Beteiligten.

Eine gute und angemessene Kommunikation ist ein Muss für eine seriöse Hausverwaltung. Eine ordnungsgemäße Verwaltung lässt sich nur so sicherstellen, dass man ein gutes Verhältnis zu Kunden wie Auftragnehmern aufbaut. Lügen, Geschrei und aggressive Gesten sind das genaue Gegenteil davon.

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Tipps für Wohnungsbesitzer, um sich in einer Eigentümerversammlung gegen eine unseriöse Hausverwaltung durchzusetzen.
In diesem Artikel zählen wir 10 Tricks auf, welche  unseriöse Hausverwalter gerne zur Anwendung bringen. Solche WEG-Verwalter wollen unter allen Umständen Kritik in einer Eigentümerversammlung unterdrücken und Beschlüsse verhindern, die nicht in ihrem Sinne sind. Wenn Sie glauben, dass Ihre WEG von einem fragwürdigen Verwalter betreut wird, sollten Sie die üblichen Tricks kennen. So können Sie rechtzeitig und in angemessener Weise gegenhalten.

Ob Handwerker, Beirat, Mieter, Nießbraucher oder Eigentümer – eine seriöse Hausverwaltung kümmert sich um die Anliegen und ist dabei bestrebt, stets betriebswirtschaftlich im Sinne der Wohnungseigentümergemeinschaft zu denken. Leider gibt es zahlreiche Hausverwaltungen, die besonders in den Eigentümerversammlungen zeigen, wie unseriös und unkooperativ sie tatsächlich sind. Nachfolgend gibt es einige Hinweise und Beispiele aus der Praxis, wie eine fragwürdige und wenig zielführende Kommunikation seitens einer Hausverwaltung aussehen kann. Wenn der Hausverwalter es geschickt anstellt, dann werden Sie mit miesen Tricks manipuliert, ohne es zu merken. Wahrscheinlicher ist es, dass nur ein Teil der Eigentümer merkt, was eigentlich auf dem Spiel steht: Der Bauzustand, die Gelder der Instandhaltungsrücklage oder auch das Miteinander. Ein inkompetenter oder unwilliger Hausverwalter wird alle Register ziehen, um seine fadenscheinigen Ziele zu erreichen. Meistens geht es dabei um das Thema Geld (Wenig Arbeit für möglichst viel Geld.). Wenn Sie Pech haben, wird man sich also mehrerer unschöner Tricks bedienen, um weiterhin nachlässig und aus objektiver Sicht gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) zu arbeiten. Wie das konkret aussehen kann, erfahren Sie hier!

Es gibt viele Mittel und Wege, berechtigte und sachliche Kritik seitens der Eigentümer zu unterdrücken. Unseriöse Hausverwalter sind sich für nichts zu schade – und solange die Mehrheit der WEG nicht ansatzweise gemerkt hat, was auf dem Spiel steht, stehen Sie mitunter allein da. Es ist daher sinnvoll, die Tricks zu kennen – und sich entsprechende Gegenstrategien zu überlegen.

Die Tricks unseriöser Hausverwaltungen im Überblick!

Nehmen Sie sich in Acht vor unseriösen Hausverwaltern, die es auf das Geld Ihrer Wohnungseigentümergemeinschaft abgesehen haben.
Unseriöse Verwalter haben meistens eine Gemeinsamkeit: Es geht Ihnen um Geld – denn es ist ja nicht ihr eigenes. Solche Hausverwalter wollen mit möglichst wenig zeitlichen wie finanziellen Aufwand ihren Umsatz und Gewinn maximieren. Bei einer unseriösen Hausverwaltung ist das Preis-Leistungsverhältnis sehr schlecht!

Stellen Sie sich die Frage, welche Vorteile die Vorschläge des Verwalters Ihrer WEG bringen – oder hat am Ende nur der Verwalter selbst etwas davon? Informieren Sie sich am besten vor der anberaumten Eigentümerversammlung über die wichtigsten Grundlagen der ordnungsgemäßen Verwaltung und über die Themen Wohnungseigentümergesetz, Gemeinschaftsordnung sowie Beschlussfassung. Anbei finden Sie sozusagen die „Top 10 der Tricks unseriöser Hausverwaltungen“. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Zutreffen eines Punktes für Ihre Hausverwaltung muss zudem nicht zwingend bedeuten, dass Ihr Verwalter durch und durch unseriös ist! Vielmehr soll die Aufzählung dazu dienen, Ihr Augenmerk auf das Verhalten des WEG-Verwalters zu richten und dieses einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Die Grenzen zwischen seriös, mittelmäßig, unterdurchschnittlich und unseriös sind oftmals fließend. Achten Sie auf das, was der Hausverwalter tut und weniger auf das, was er sagt oder Ihnen und den anderen Miteigentümern der WEG verspricht!

Trick 1: Die Hausverwaltung erscheint mit einer Vielzahl an Mitarbeitern zur Eigentümerversammlung!

Wenn die Hausverwaltung mit mehreren Personen zur Eigentümerversammlung einer WEG erscheint, möchte der Hausverwalter meistens Macht demonstrieren und sich bei Kritik sicher fühlen.
Am wohlsten fühlen sich unseriöse Hausverwalter, wenn sie durch ihre Mitarbeiter unterstützt werden. So passiert es sehr häufig, dass fragwürdige Hausverwalter zu Eigentümerversammlungen, die für sie unangenehm werden könnten, mit mehreren Personen erscheinen. Oftmals besteht dafür kein Grund, doch so demonstriert die Hausverwaltung Stärke und kann eine Front gegen kritische Eigentümer aufbauen. Eine Masche ist dabei der „Praktikant“ – eine eigentlich in der Hausverwaltung erfahrene Person mittleren Alters, die Stimmung gegen einzelne Eigentümer macht.

Die Hausverwaltung kommt bei kleineren Wohnungseigentümergemeinschaften mit mindestens drei bis vier Mitarbeitern. Sie werden bei derartigen Veranstaltungen vielleicht auch auf Mitarbeiter treffen, die sie noch nie zuvor in der Verwaltung gesehen haben. Besonders beliebt: „Der Praktikant“. Er ist gerne Mitte 50 und eigentlich ein erfahrener Hase im Verwaltergeschäft, der ordentlich Stunk machen und auch lügen kann, ohne Rot anzulaufen. Dieser vermeintliche Praktikant ist dann sogar in einem solchen Maße in der Hausverwaltung erfahren, sodass er dem eigentlichen Verwalter klare Handlungsempfehlungen erteilt (z. B. „Keinen Beschluss fassen, auf keinen Fall einen Beschluss fassen!!“). Perfide auch, wenn die Anzahl der Mitarbeiter genutzt wird, um zu verdeutlichen „wie sehr man sich schließlich um Sie kümmert!“. Einziges Problem dabei: Es wirkt unglaubwürdig, wenn seit Jahren kein einziger Beschluss umgesetzt wurde und man trotzdem auf das eigene ach so gute Engagement verweist. Diese Masche dient nur dazu, die Eigentümer einzuschüchtern und Kritik von vornherein zu unterdrücken! Lassen Sie sich nicht beirren und halten Sie sich strikt an die Fakten. Orientieren Sie sich an Taten, nicht an Worten!

Trick 2: Die Eigentümerversammlung als geselliges Event mit privaten Schicksalsgeschichten des Hausverwalters!

Der Hausverwalter einer WEG lügt in der Eigentümerversammlung um eine Diskussion über seine nicht ordnungsgemäße Verwaltung zu verweiden.
Zahlreiche schwarze Schafe unter den Hausverwaltern haben geradezu ein ausgereiftes schauspielerisches Talent. Dieses nutzen sie oft, um die Teilnehmer einer Eigentümerversammlung arglistig zu täuschen. So kann es passieren, dass Ihnen die ungewöhnlichsten Geschichten aufgestischt werden, wenn man den Verwalter danach fragt, warum er seinen Pflichten nicht nachgekommen ist. Einige Eigentümerversammlungen muss man leider als Schmierenkomödie bezeichnen. Fallen Sie auf diese Masche nicht herein – und halten Sie sich an die Fakten!

Man erzählt Ihnen Schicksalsgeschichten privater Natur, um Mitleid zu erzeugen. Besonders beliebt, wenn es darum geht, Fakten zu verschleiern. Es kommt nicht selten vor, dass untätige Verwalter sich auf diese Weise aus der Verantwortung stehlen wollen. Kommt gut an bei älteren Menschen und bei Miteigentümern, welche die Eigentümerversammlungen gerne als gesellige Runde begreifen. Hanebüchene Ausreden drehen sich um die Kinderbetreuung oder angebliche Schicksalsschläge privater Natur, wegen denen man ein Dreivierteljahr gar nicht tätig war und dergleichen. Wer keine Fakten auf den Tisch legen kann, droht halt mit Emotionen! Auf Nachfrage, warum schon vorher niemand aus der Hausverwaltung Abrechnungen erstellt, Angebote für Handwerkerdienstleistungen usw. eingefordert hat, wird barsch abgebügelt und auf die Tränendrüse gedrückt: „Haben Sie das gehört? Herr Müller hat überhaupt kein Verständnis für Krankheiten! Was sind Sie denn für ein Mensch?“ oder auch gerne „Wir lassen uns unsere Freizeit nicht nehmen. Wir haben keine Zeit dafür, außerordentliche Eigentümerversammlungen durchzuführen, weil wir zwei Kinder haben, die schließlich ihre Eltern sehen möchten.“. Eng verbunden ist diese unseriöse Verwaltermasche mit dem nächsten Trick.

Trick 3: Der Hausverwalter unterdrückt einzelne Eigentümer und hetzt die Gemeinschaft gegen diese auf!

Aggressive und unseriöse WEG Hausverwalter brüllen rum, lügen und hetzen die Gemeinschaft oftmals gegen einzelne Personen, die kritische Fragen stellen, auf.
Ein unseriöser Hausverwalter greift vor allem auf die Möglichkeit zurück, Eigentümer gegeneinander auszuspielen und die Masse gegen einzelne kritische Eigentümer aufzuhetzen. Schafft er dies, lacht er sicht innerlich schlapp, wenn die Eigentümer untereinander tauziehen, anstatt die miserable Verwalterleistung in der Eigentümerversammlung zu monieren.

Isolation und Niedermachen von kritischen Stimmen in der Eigentümerversammlung ist ein wahrer Klassiker, wenn es um eine unseriöse Hausverwaltung geht. Dieses Mittel nutzen unseriöse Hausverwalter immer wieder, um von ihrem Unvermögen abzulenken. Es handelt sich letztendlich um eine Form des Ausgrenzens. Das aggressive Niederbrüllen von freundlich-sachlichen Fragen sollte zu denken geben, ob der Verwalter es gut mit der WEG meint. Aber genau dort setzt es dann bei manchen Eigentümern aus: Die Gruppendynamik wird genutzt, was besonders gut bei schlecht informierten Miteigentümern, denen es nur um Harmonie in der Eigentümergemeinschaft geht, funktioniert. In den Eigentümerversammlungen sieht es dann so aus, dass der Verwalter wie auf einer Kaffeefahrt versucht, Stimmung zu machen. Eigentümer, die weniger wichtige Beiträge z.B. zum Thema Heckenschnitt vortragen, dürfen halbstündige Monologe halten. Melden sich ein, zwei kritische Stimmen, die fragen, warum Beschluss X noch nicht umgesetzt wurde, heißt es: „Die anderen wollen auch einmal zu Wort kommen. Sie sind hier nicht der Einzige in der Veranstaltung, der was sagen möchte! Denken Sie auch mal an die Gemeinschaft!“. Man fällt Ihnen ins Wort und erteilt Ihnen vielleicht auch direkt ein Redeverbot. „Haben Sie das gehört? Miteigentümer Mustermann führt hier Nebengespräche und stört die Versammlung!“ Na sowas!

Unseriöser Hausverwalter steht auf und brüllt einen Eigentümer der WEG in der Eigentümerversammlung an.
Wenn ein unseriöser Hausverwalter aufgrund berechtigter Fragen in die Defensive gerät, ist es ein übliches Mittel, den Fragensteller niederzubrüllen oder gar aggressive Gesten zum Besten zu geben. So kann es passieren, dass ein Hausverwalter in einer Eigentümerversammlung aufsteht, um einen einzelnen Miteigentümer niederzubrüllen. Lassen Sie sich ein solches Verhalten, das wahrlich eine Zumutung darstellt, auf keinen Fall gefallen!

Lassen Sie sich in einer Eigentümerversammlung nicht unterdrücken. Der Hausverwalter kann Sie auch als Versammlungsleiter nicht ohne Weiteres der Veranstaltung verweisen!

Dabei geht die Meinungsfreiheit in einer Eigentümerversammlung sehr weit, da es sich um eine geschlossene Veranstaltung handelt. Nicht selten verweisen unseriöse und untätige Hausverwalter kritische Eigentümer der Versammlung – und zwar ohne Vorwarnung. Ganz so einfach Eigentümer der Veranstaltung zu verweisen, das kann ein Verwalter nicht: Zunächst muss versucht werden, das Gespräch sachlich und ruhig weiterzuführen. Nur bei andauernder, unsachlicher Störung und Beleidigung kann der Verwalter sein Hausrecht durchsetzen. Unseriöse Verwalter tun dies jedoch ohne Ankündigung und Durchlaufen eine Eskalationsleiter, etwa um die eigene Nichtentlastung durch die WEG zu verhindern oder um unliebsamen Fragen zu entgehen.

Trick 4: Ausreden und inhaltslose Aussagen seitens der Hausverwaltung!

Die typischen Lügen und Ausreden unseriöser Hausverwaltungen für WEG-Eigentum.
Lügen über Lügen: Das ist ein Klassiker für unseriöse Hausverwalter. Solche Verwalter verstehen es, lange zu reden, ohne eigentlich etwas zu sagen. Ein anderer Trick besteht darin, kritischen Eigentümer das Wort zu entziehen und anderen – sehr unwichtigen – Beiträgen anderer Eigentümer viel Raum zu geben. So weiß am Ende keiner mehr, worum es ging und man schleicht sich am Thema vorbei.

Ausweichen bis zum geht nicht mehr! Während einige Hausverwalter sich auf Eigentümerversammlungen in Widersprüche verstricken, lassen es die vermeintlich geschickten gar nicht so weit kommen: Die Bandbreite reicht von völlig nichtssagenden Antworten, bei denen gekonnt von der eigentlichen Thematik abgelenkt wird, bis hin zu Tatsachenbehauptungen, aus denen ersichtlich wird, dass das Wohl der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) nicht im Vordergrund steht. Sind dringende Sanierungsmaßnahmen erforderlich und wurde bereits ein Beschluss gefasst, dann führt der unseriöse Hausverwalter die Gemeinschaft gerne in die Irre: „Nein, das ist alles gar nicht dringend. Wir haben ja den Beschluss bereits gefasst und sind schon mit Firmen in Kontakt, die gerade Angebote vorbereiten. Es sollen ja schließlich kompetente Handwerkerfirmen sein.“. Wenn beispielsweise die Vordächer am Gemeinschaftseigentum seit zwei Jahren abbröckeln und überaus baufällig sind, ist die Situation denkbar ungünstig. Oft spielen Verwalter ihre Untätigkeit einfach herunter und verweisen auf Sanierungsmaßnahmen, die bereits vor 7 Jahren schon stattgefunden haben: „Das ist doch gar nicht so schlimm! Über diesen Winter kommen Sie bestimmt noch.“. Wurde bereits vor einem Jahr die Sanierung beschlossen und droht weiterer Schaden, müssen Sie als Eigentümer unbedingt tätig werden. Lassen Sie sich nicht durch nichtssagende Äußerungen einlullen und stehen Sie zu Ihrer Meinung!

Trick 5: Der WEG-Verwalter vermeidet mit verschiedenen Mitteln die Beschlussfassung bei bestimmten Themen!

Der Verwalter versucht einzelne Beschlüsse der WEG zu vermeiden oder zu verzögern.
Ein unseriöser Verwalter wird vor allem jene Beschlüsse nicht mögen, die mit Arbeit für ihn verbunden sind. Aus seiner Sicht verhindert er daher bereits eine entsprechende Beschlussfassung in der Eigentümerversammlung. Schafft der Verwalter dies nicht, dürfte der nächste Versuch darin bestehen, den Beschluss einfach nicht umzusetzen und immer wieder hanebüchene Ausreden zu präsentieren. Ein untätiger Hausverwalter kann für eine Wohnungseigentümergemeinschaft ein echtes Problem darstellen.

Der Verwalter will auf der Eigentümerversammlung gar keinen Beschluss fassen, um nicht tätig werden zu müssen. Haben z.B. einige Eigentümer einen Punkt zum dringenden Sanierungsbedarf auf die Tagesordnung (TOP-Liste) gesetzt, redet ein schlechter Hausverwalter um den heißen Brei. Ein Tagesordnungspunkt (TOP) „Diskussion und Beschlussfassung über die Sanierung von Feuchtigkeitsschäden“ wird so zur reinen Diskussion. „Ach, das bisschen Feuchtigkeit ist nicht so schlimm, da muss doch erst einmal ein externer Gutachter kommen, um den ganzen Schaden zu betrachten. Da müssen Sie jetzt gar nicht darüber abstimmen, das können wir nächstes Jahr auch noch machen.“. Ein solches Handeln kann für die WEG dann teilweise sehr ungünstig ausgehen.

Manche Verwalter drücken sich vor Sonderumlagen. Dies liegt daran, dass eine solche Maßnahme mit zusätzlicher Arbeit verbunden ist. In manchen Fällen hilft einer WEG jedoch kein anderes Mittel, um Schaden vom Gemeinschaftseigentum oder sogar vom Sondereigentum einzelner Miteigentümer abzuwenden.

Bitte bedenken Sie auch: Ist nicht genug Geld in der Rücklage, sollte der Verwalter eine Sonderumlage beschließen. Diese muss jedoch recht konkret ausgerechnet werden und will gut vorbereitet sein. Viele Hausverwalter drücken sich sehr gerne um dieses Thema herum und scheuen die damit verbundene Mehrarbeit! Daher gilt: Kommunizieren Sie mögliche Schäden am Haus der Hausverwaltung immer schriftlich z.B. per E-Mail oder per Einschreiben und senden Sie Fotos mit. Bei Anrufen haben Sie später denkbar schlechte Karten, wenn der Verwalter oder andere Mitarbeiter der Hausverwaltung behaupten, es wäre im Telefonat nie um dieses Thema gegangen.

Trick 6: Die Tagesordnung wird nicht rechtzeitig vor der Eigentümerversammlung verschickt oder von Eigentümern eingereichte Punkte werden einfach ausgelassen!

Trick unseriöser WEG Verwalter: Tagesordnungspunkt vom Eigentümer wird einfach nicht in die Tagesordnung aufgenommen.
Als Eigentümer einer Wohnung haben Sie die Möglichkeit, Tagesordnungspunkte für die nächste Eigentümerversammlung beim Verwalter einzureichen. Ein WEG-Verwalter, der es nicht gut mit Ihnen meint, wird missliebige Themen einfach nicht aufnehmen oder die Tagesordnung zu spät verschicken. Ihre Anträge landen dann einfach im Papierkorb.

Die Tagesordnung mit den zu besprechenden Punkten wird nicht fristgerecht versandt und / oder Punkte der Eigentümer werden durch unseriöse Verwalter schlichtweg nicht aufgenommen. Sie erhalten eine Einladung zu einer Eigentümerversammlung, die nächste Woche stattfinden soll. Nächste Woche schon? Ja! Verwalter mit fragwürdigem Geschäftsgebaren halten die zweiwöchige Frist nicht ein, um möglichst wenige Eigentümer erscheinen zu lassen. Besonders Berufstätigen, die sich kritisch äußern könnten, wird es erschwert, an einer Eigentümerversammlung teilzunehmen. In der Praxis sieht es so aus, dass den Eigentümern dann nach wie vor die alte Liste mit Tagesordnungspunkten vorgelegt wird. So kann ein unseriöser Verwalter wichtige Beschlüsse, die nicht in seinem Sinne sind, verhindern. Typische Antwort: „Mir sind keine weiteren TOP-Punkte innerhalb der Frist übermittelt worden.“. Halten Sie dagegen, indem Sie zeitnah per Einschreiben und per E-Mail die von Ihnen gewünschten Tagesordnungspunkte übermitteln – am besten mit anderen Miteigentümern zusammen. Es ist auch nie verkehrt, Belege für den fristgerichten Eingang Ihres Schreibens oder Ihrer E-Mail zur Eigentümerversammlung mitzuführen.

Trick 7: Die Wohnungseigentümer erhalten kein Protokoll der letzten Eigentümerversammlung!

Das Protokoll der Eigentümerversammlung kommt einfach nicht. Natürlich möchte der Verwalter potenzielle Anfechtungen im Keim ersticken und möglichst viel Zeit schinden. Aber, die gute Nachricht ist: Gemäß den Prinzipien einer ordnungsgemäßen Verwaltung ist der Hausverwalter zur Führung bzw. Fortschreibung einer Beschlusssammlung verpflichtet. Sie müssen das Protokoll nicht abwarten, wenn Sie einen unsinnigen Beschluss der WEG anfechten möchten, etwa wenn die Versammlung gar nicht beschlussfähig war oder der Verwalter für seine eigene Entlastung gestimmt hat. Fordern Sie im Fall der Fälle immer Einsicht in die Beschlusssammlung ein! Spätestens jetzt wird deutlich, dass es wichtig ist, dass der Verwalter sich an der ordnungsgemäßen Verwaltung orientiert und auch die Beschlusssammlung führt!

Trick 8: Preiserhöhungen für die WEG ohne Beschluss durch eine Eigentümerversammlung!

Eine unseriöse Hausverwaltung kann ihr Verwalterentgelt für die Betreuung einer WEG auch einfach mal so erhöhen, obwohl dies nicht erlaubt ist.
Bei einigen halbseidenen Hausverwaltern nimmt die Geldgier überhand. Wundern Sie sich bei einem unseriösen Verwalter nicht, wenn dieser sein Entgelt einfach mal so erhöht – ohne, dass ein Eigentümer dies bemerkt! Auch der Verkauf von überteuerten Versicherungen, für welche der Verwalter als Vermittler bzw. Makler fungiert, ist ein beliebtes Mittel, um ohne großen Aufwand den eigenen Umsatz zu steigern. Prüfen Sie die Jahresabrechnung immer genau!

Der Hausverwalter erhöht sein Verwalterentgelt, ohne dass es die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) mitbekommt – einfach so. Da es keiner merken soll, geschieht dies einfach nebenbei und vor allem ohne Beschluss der WEG. Das erhöhte Verwalterentgelt erscheint zwar im Wirtschaftsplan und später in der Jahresabrechnung. Aber das sind ja zwei Beschlüsse, welche die WEG ohnehin alljährlich gefasst hat. Die Miteigentümer lassen sich in einem solchen Falle zu „Stimmvieh“ degradieren und zahlen auch noch den Preis dafür. Anhand eines solchen Beispiels sieht man; wie problematisch es ist, einen Verwalter ohne genaue Kenntnis der Verwaltungsangelegenheiten der eigenen WEG und / oder ohne Vertrauen in die Rechnungsprüfung zu entlasten. Die Verwalterentlastung sollte stets wohl überlegt sein und mit einem guten Gewissen erfolgen. Unkenntnis darf nie die Grundlage sein, eine Entlastung mitzutragen. Sie können dagegen stimmen, oder sich Ihrer Stimme enthalten, wenn Sie sich noch kein eigenes Bild von der Arbeit der Hausverwaltung und / oder des Verwaltungsbeirates machen konnten.

Trick 9: Gemeinsame Sache mit einem inkompetenten Verwaltungsbeirat machen und eine eigene Fraktion in der Eigentümerversammlung bilden!

Hausverwalter der WEG lügt am Telefon wie gedruckt und beeinflusst einzelne Eigentümer und vor allem den Verwaltungsbeirat.
Am Telefon können die schwarzen Schafe unter den Verwalter in der Regel am besten Lügen. Opfer müssen dabei nicht nur verschiedene Eigentümer sein. Es sind vor allem restlos inkompetente Verwaltungsbeiräte, auf die es unseriöse WEG-Verwalter abgesehen haben. Diese sind oftmals leicht lenkbar und können eine Hausverwaltung bei ihren unheilsamen Interessen unterstützen – natürlich ohne es zu merken. Das tragische ist, dass der Beirat sich unter Umständen noch über die „Anerkennung“ durch den Verwalter freut. Das Motto lautet dann z. B.: „Treuhandkonto oder WEG-Eigenkonto – ganz egal – der Verwalter schätzt mich und weiß, wie wichtig ich bin!“. Wählen Sie einen Beirat ab, der seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Wollen Sie einem Verwalter wie auf dem Bild freie Hand in Ihrer WEG geben?

Ein inkompetenter Beirat und eine unseriöse Hausverwaltung machen nicht selten gemeinsame Sache. Der Verwaltungsbeirat, der eigentlich für die WEG tätig sein soll, wird sich gemeinsam mit dem unseriösen Verwalter gegen kritische Stimmen wenden. Die Rechnungsprüfung einer WEG ist schließlich völlig egal, ebenso die Bildung einer bauzustandsgerechten Instandhaltungsrücklage. In der Eigentümerversammlung wird dann seitens des Verwalters und des Beirates gelogen, dass sich die Balken biegen. „Sie sind da völlig falsch informiert und bringen so viel Unruhe in die Eigentümerversammlung rein. Treuhandkonten sind die beste Option für Eigentümergemeinschaften. Es stimmt gar nicht, dass WEG-Eigenkonten einen Vorteil bieten.“. Zu den weiteren sehr beliebten und fiesen Tricks der Hausverwalter gehören Sätze wie „Nein, das haben wir immer schon so gemacht. Sie wissen das nur nicht, weil Sie noch neu sind. Aber, ein guter Verwalter kann nur mit Treuhandkonten flexibel im Sinne der Eigentümergemeinschaft arbeiten.“. Flexibel stimmt an dieser Stelle – jedoch ausschließlich zu seinem eigenen Vorteil!

Trick 10: Veraltete Eigentümerlisten um den Kontakt der Miteigentümer untereinander zu erschweren!

Hausverwalter führt keine Eigentümerliste oder stellt eine solche nicht zur Verfügung vor einer Eigentümerversammlung.
Ein weiteres beliebtes Mittel, um Probleme im Keim zu ersticken, besteht darin, den Kontakt der Eigentümer untereinander zu erschweren oder ganz zu unterbinden. Hat man es als unseriöser Hausverwalter nicht geschafft, die Eigentümer gegeneinander aufzuhetzen, versucht man die Kontaktmöglichkeiten vor einer Eigentümerversammlung einzuschränken. Liegt keine Eigentümerliste vor, ist es für die Eigentümer schwerer, an die Kontaktdaten anderer Miteigentümer zu kommen. Dies ist vor allem bei größeren Wohnungseigentümergemeinschaften der Fall.

Ein weiterer Trick ist es, keine aktuelle Eigentümerliste mit Kontaktdaten in den Verwaltungsunterlagen der WEG zur Eigentümerversammlung mitzuführen. Manche Verwalter haben eine solche Übersicht sogar überhaupt nicht angelegt oder den Unterlagen beigefügt. Um den Kontakt von kritischen Miteigentümern auf der Eigentümerversammlung oder im Allgemeinen ganz zu unterbinden, ist es eine alt bekannte Methode von fragwürdig agierenden Hausverwaltungen, nur eine Liste mit veralteten Kontaktdaten, inklusive den Daten ehemaliger Miteigentümer, dabei zu haben. Wenn gar nichts mehr geht, dann verzichtet die unseriöse Hausverwaltung sogar darauf, die Verwaltungsunterlagen in die ETV mitzunehmen. Auch dem Verwaltungsbeirat liegt dann in der Regel keine aktuelle Eigentümerliste vor.
„Was verlangen Sie da von uns so kurzfristig?! Wenn Sie eine aktuelle Eigentümerliste haben möchten, können Sie gerne einen Termin bei uns in der Verwaltung ausmachen und wir geben Ihnen dann die Kontaktdaten von einzelnen Eigentümern.“. So geht es nicht! Immer wieder beliebt bei unseriösen Hausverwaltern ist auch der Verweis auf das Recht zur Einsichtnahme der Unterlagen für alle Eigentümer. Eine Terminvergabe wird jedoch über Monate verzögert, damit eine Einsicht in die Verwaltungsunterlagen dann praktisch nicht stattfindet.

Dies alles ist nur eine kleine Auswahl von möglichen fiesen Tricks, die Wohnungseigentümer in Eigentümerversammlungen erwarten können, die von einem unseriösen Hausverwalter geleitet werden. Es kann folglich nicht nur rein fachlich hoch hergehen, sondern bedauerlicherweise  dank der miesen Tricks von Hausverwaltern auch sehr unsachlich werden. Leider gibt es derzeit unter den Hausverwaltern in Deutschland noch genügend „Schwarze Schafe“, die auch nach der aktuellen Gesetzesänderungen weiterhin ihr Unwesen in der Immobilienbranche treiben können!

Fazit: Aggressivität ist eines der häufigsten Merkmale eines unseriösen Verwalters!

Wenn Kritik eines oder mehrerer Eigentümer mit Gebrüll und Aggressivität – und nicht etwa mit klaren Argumenten begegnet wird, können Sie fast immer davon ausgehen, dass Ihre Wohnungseigentümergemeinschaft eine unseriöse Person zum Verwalter bestellt hat. Unberechtigte Kritik kann eine kompetente Hausverwaltung nicht aus der Ruhe bringen. Diese würden mit klaren Argumenten reagieren und diese natürlich auf sachliche Weise mit konkreten Belegen untermauern.

In einer WEG, die einen unseriösen Verwalter hat, gibt es Ärger, Streit und Gebrüll - vor allem in den Eigentümerversammlungen.
Eine Sache ist fast sicher, wenn Sie von einem unseriösen Hausverwalter betreut werden: Es wird Ärger geben. Sobald sich Kritik regt, wird es laut und angenehm. Die Stimmung in einer WEG kann völlig kippen, wenn eine Hausverwaltung ihre Finger im Spiel hat, die es nicht gut mit Ihnen und den anderen Miteigentümern meint. So machen das Wohnen und Vermieten keinen Spaß!

Nicht immer meint es ein Verwalter schlecht mit Ihrer WEG – viele haben schlichtweg wirklich überhaupt keine Ahnung, was sie da eigentlich tun. Die Vielzahl an Aufgaben – unter anderem kaufmännischer, technischer wie juristischer Natur – erfordern viele Kompetenzen, die wirklich nicht jeder von sich aus mitbringt, aber trotzdem sollte. Interessant ist in jedem Fall, wie vehement unseriöse Verwalter ihre Tricks ausspielen und mit welcher Aggressivität sie auftreten können, wenn sie ihr ganzes Repertoire in einer Eigentümerversammlung darbieten. Und zwar ausschließlich zum eigenen Vorteil! Das reicht dann von Ausweichen über Herumbrüllen bis hin zum vorzeitigen Abbruch einer Veranstaltung. Spaß machen solche Eigentümerversammlungen beileibe nicht!
Selbst zunächst schlumpfig wirkende Verwalter fortgeschrittenen Alters können im Rahmen einer Eigentümerversammlung völlig ausrasten und ein sehr hässliches Gesicht zeigen. Die Frage ist: Wenn an den kritischen Einwänden doch inhaltlich gar nichts dran ist, warum muss der Verwalter dann schreien? Geben Sie nicht nach – auch, wenn es für Sie oder für andere Miteigentümer unangenehm wird. Hier verzichtet der Nachgiebige auf seine Rechte und insbesondere auf eine ordnungsgemäße Verwaltung. Ein seriöser Verwalter kann sein Handeln immer schlüssig begründen und ist an einer sachlich-freundlichen Klärung von Themen – auch mit schwierigen Eigentümern – interessiert.

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