Fragen und Antworten rund um die WEG-Verwaltung

Die FAQ von Hausverwaltung-Ratgeber.de – Typische Fragen rund um die WEG-Verwaltung kurz beantwortet!

Tipps und Antworten zu den typischen Fragen von Wohnungseigentümern im Bereich WEG (z. B. Hausgeld, Entlastung, Jahresabrechnung, Beschlüsse, Sonderumlage usw.).
Es liegt in der Natur der Sache, wenn Sie als Wohnungseigentümer Fragen rund um die Verwaltung der WEG haben. Kaum ein Eigentümer kennt sich im Detail mit dem Wohnungseigentümergesetz und seine Auswirkungen in der Praxis aus. Auf Hausverwaltung-Ratgeber.de erhalten Sie praxisnahe Tipps.

Es sind nicht nur frische Besitzer von Eigentumswohnungen, die in den ersten Monaten der Wohnungsnutzung Fragen rund um die Hausverwaltung haben. Auch jene Wohnungseigentümer, die bereits seit mehreren Jahren in Besitz einer Wohnung sind, entwickeln ein Informationsbedürfnis, wenn sich Besonderheiten hinsichtlich ihrer WEG ergeben. Dies kann ein plötzlicher Verwalterwechsel sein, ein neuer Miteigentümer, der Probleme bereitet oder schlichtweg die Erfordernis, die erste Sonderumlage zahlen zu müssen. Zudem bestehen oftmals viele Fragen hinsichtlich der Eigentümerversammlung. Ganz gleich, welchen Hintergrund Sie selbst mitbringen, auf dieser Seite werden wir typische Fragen zur WEG-Verwaltung und dem Leben in einer Wohnungseigentümergemeinschaft kurz und knapp beantwortet. Die Links in den Antworten führen dann zu den jeweiligen Blogbeiträgen weiter, in denen der entsprechende Sachverhalt detaillierter beschrieben und erklärt wird. Nutzen Sie unsere FAQ, um einen schnellen Überblick zu bekommen!

Die WEG: Fragen und Antworten im Überblick

Typische Themen hinsichtlich der WEG-Verwaltung sind das Hausgeld, die Eigentümerversammlung sowie die Jahresabrechnung.

Wer zahlt das Hausgeld – der Mieter oder der Eigentümer?

Wird das Hausgeld jährlich oder monatlich gezahlt? Vom Vermieter bzw. Eigentümer oder vom Mieter als Nebenkosten zur Kaltmiete?
Die Höhe des Hausgeldes ist ein Faktor, der die Rentabilität einer Eigentumswohnung maßgeblich bestimmt. Manchmal kann sogar Mieten die bessere Option sein, wenn das Hausgeld einer Eigentumswohnung exorbitant hoch ist. Die Entscheidung für eine Mietwohnung oder für eine Eigentumswohnung ist je nach Lage, Ausstattung und Ansprüchen nicht immer einfach und sollte auch nicht vorschnell beantwortet werden, wenn man die eigenen Finanzen plant.

Das Hausgeld ist durch den Eigentümer an die WEG zu entrichten. Mit dem Kauf der Eigentumswohnung zusammen mit den dazugehörigen Miteigentumsanteilen ist er Pflichten gegenüber der Wohnungseigentümergemeinschaft eingegangen. Dazu gehört insbesondere die Zahlung des Hausgeldes. Nicht alle Bestandteile des Hausgeldes sind umlagefähig, also durch den Mieter zu tragen. Dies gilt vor allem für die anteilige Zuführung zur Instandhaltungsrücklage. Dennoch zahlt der Mieter monatlich zusammen mit der Kaltmiete die Nebenkosten. Die Höhe der Nebenkosten lässt sich bestimmen aus der Höhe des Hausgeldes minus den nicht umlagefähigen Ausgaben. Zahlt ein Mieter die Miete gar nicht oder nur anteilig, muss der Eigentümer trotzdem das volle Hausgeld auf das Konto der WEG entrichten, für das der WEG-Verwalter entsprechende Vollmachten hat.

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Ist das Hausgeld monatlich oder jährlich zu bezahlen?

Das Hausgeld in einer WEG wird monatlich und nicht jährlich gezahlt.
Beim Hausgeld handelt es sich um Vorausszahlungen auf die anteiligen Kosten der WEG gemäß den eigenen Miteigentumsanteilen. Somit wird das Hausgeld auch monatlich bezahlt. Dies kann man beispielsweise mit den bekannten Abschlagszahlungen für die Energieanbieter vergleichen.

Beim Hausgeld handelt es sich um Vorschusszahlungen auf die Kosten der gesamten WEG. Die Bewirtschaftung der Gemeinschaftsimmobilie kostet Geld. Der zuständige Verwalter ist verpflichtet, einen Wirtschaftsplan für jedes Wirtschaftsjahr aufzustellen. Dafür schätzt dieser die Ausgaben und bestimmt die Höhe des Hausgeldes – und zwar sowohl für die gesamte WEG als auch für jeden einzelnen Eigentümer. Die Grundlage dafür bildet die letzte Jahresabrechnung (Gesamtabrechnung plus Einzelabrechnungen) sowie sein Wissen über bevorstehende Instandsetzungsarbeiten oder Änderungen in Bezug auf die Dienstleistungsverträge (z. B. Garten- und Winterdienst). Da die Kosten für die WEG verteilt über das Jahr und nicht zu einem einzigen Termin anfallen, wird das Hausgeld in monatlichen Raten bezahlt. Das Hausgeld kann man somit auch mit einer Abschlagzahlung bei einem Energieunternehmen vergleichen. Abrechnet wird dann mit der Jahresabrechnung. Es gibt noch Sonderfälle hinsichtlich der Fälligkeit des Hausgeldes, die jedoch in der Regel für einen Eigentümer, der sich nicht in erheblichem Zahlungsverzug befindet, kein Thema sein dürften. Benötigt eine WEG kurzfristig mehr Geld, um z. B. um eine wichtige und zeitkritische Reparatur umgehend durchführen lassen zu können, ist die Sonderumlage das vom Verwalter zu wählende Mittel, um für ausreichend Liquidität zu sorgen.

Was versteht man unter einer Abrechnungsspitze?

Informationen zu der Frage, was eine Abrechnungsspitze in Bezug auf die Jahresabrechnung einer WEG ist.
Wenn das von Ihnen für ein Wirtschaftsjahr entrichtete Hausgeld nicht zu 100 % mit den tatsächlichen Ausgaben der WEG (anteilig) übereinstimmt, kommt es zu einer Abrechnungsspitze. Natürlich wünscht man sich als Eigentümer, dass diese positiv ausfällt und Sie ein Guthaben erstattet bekommen. Doch negative Abrechnungsspitzen sind mindestens genauso häufig.

Der Begriff der Abrechnungsspitze dürfte für die meisten Wohnungseigentümer recht merkwürdig klingen, doch ist dieser mit der Jahresabrechnung verbunden. Es kommt immer dann zu einer Abrechnungsspitze, wenn in einem Wirtschaftsjahr die Vorauszahlungen auf die Ausgaben der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) nicht mit den tatsächlichen Kosten übereinstimmen. Entweder müssen Sie als Eigentümer dann Geld an die WEG nachzahlen, oder Sie erhalten ein Guthaben ausbezahlt, da Sie mit Ihren Hausgeldzahlungen mehr Geld entrichtet haben, als tatsächlich notwendig war. Aufgrund des prognostizierenden Charakters des Wirtschaftsplans ist es der Normalfall, dass es im Rahmen der Jahresabrechnung, die aus einer Gesamtabrechnung sowie den jeweiligen Einzelabrechnungen besteht, zu einer Abrechnungsspitze kommt. Es stellt sich nur die Frage, ob diese negativ oder positiv ist und um welchen Betrag es sich handelt. Bei einer sehr hohen Abrechnungsspitze sollten Sie unbedingt schauen, warum dies der Fall ist. Sofern sich keine besonderen Umstände für ein Wirtschaftsjahr ergeben, kann ein erfahrener Hausverwalter in der Regel eine geringe Abrechnungsspitze erzielen, was in Ihrem Sinne sein dürfte. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie als Wohnungseigentümer stets einen Überblick über die Ausgaben und das Vermögen Ihrer WEG haben.

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